Eine Radtour durch den Süden von Düsseldorf und Neuss

Wie tausende andere Düsseldorfer habe ich das erste milde Sonnen-Wochenende des Jahres für eine erste Fahrradtour genutzt. Es war wie im Urlaub! Leider auch genauso voll.

Zum Start der Saison: Eine Radtour beiderseits des Rheins durch den Süden von Düsseldorf und Neuss

Wie tausende andere Düsseldorfer habe ich das erste milde Sonnen-Wochenende des Jahres für eine erste Fahrradtour genutzt. Es war wie im Urlaub! Leider auch genauso voll. Wenn Ihr Lust habt, die Strecke nachzufahren, hier eine kurze Beschreibung und ein paar fotografische Impressionen:

Los geht’s in Himmelgeist; Ihr könnt natürlich auch an ein einer anderen Stelle einsteigen. Von Himmelgeist fährt man über die Hauptstraße (Steinkaul) stadteinwärts. Es geht für ca. einen Kilometer durch noble Wohngegenden am Rhein. Vor der Schnellstraße biegt man links ein zum Wasserwerk. Die Radroute ist gut markiert und folgt dem Erlebnisweg Rheinschiene. Am Wasserwerk vorbei verläuft die Strecke kurz parallel zur Schnellstraße und biegt dann links in ein Waldstück. Am Ausgang des Waldes geht es über die Fleher Brücke (Autobahnbrücke A 46) auf die andere Rheinseite nach Neuss.

Auf der Neusser Seite fährt man durch Felder in Richtung Neuss-Grimlinghausen. Der Weg hält sich immer noch eng am Rhein entlang. Am Ortsausgang von Grimlinghausen fährt man vor der Römerbrücke links. Der Radweg verläuft nun für ein ganzes Stück (ca. 8 km) in teils malerischen Abschnitten entlang der Erft. Man folgt der Ausschilderung „Museum Insel Hombroich“. Sehenswert auf der Route sind vor allem das Schloss Reuschenberg, das in der heutigen Form aus dem 19. Jh. stammt (aber ältere Bauteile aus der Zeit um 1600 integriert) sowie das ehemalige Zisterzienserkloster Eppinghoven.

Man kann sich als Radfahrer in Neuss sehr gut am voll entwickelten Knotenpunktsystem orientieren (interaktive Karte). Vom Kloster Eppinghoven (Knotenpunkt 72) führt die Strecke weiter entlang der Erft bis zum Knotenpunkt 93, ca. einen Kilometer vor dem Museum Insel Hombroich. Von hier aus geht es Richtung „Allerheiligen“. Der Weg führt durch Felder und hinter Neuss-Hoisten dann ein längeres Stück auch über einen Radweg entlang der Hauptstraße. In Allerheiligen biegt man am zweiten Knotenpunkt (75) rechts ab in Richtung Nievenheim.

In Nievenheim sollte man sich die St.-Pankratius-Kirche aus dem 18. Jh. ansehen. Leider ist die Kirche am Wochenende geschlossen. Dienstags (15 bis 18 Uhr) und mittwochs (10 bis 16 Uhr) öffnet die Kirche zum Gebet. Dann kann man auch den barocken Hochaltar von Johann Conrad Schlaun mit der Holzskulptur des Salvator aus dem 15. Jh. bewundern (die zuvor, bis in die Zeit der Reformation in der Salvatorkirche in Duisburg stand). Ansonsten muss man sich mit der Backsteinkapelle aus dem frühen 19. Jh. auf dem malerischen Kirchplatz (mit Kreuzwegstationen aus dem späten 19. Jh.) begnügen.

Im Ort bietet sich eine nette Einkehrmöglichkeit im (kleinen) Café Meuser, direkt an der Kirche (geöffnet sonntags 8 bis 16 Uhr, samstags nur bis 13 Uhr) Das Café wirkt nach außen etwas „old fashioned“. Es bietet aber leckeren Kuchen und freundlichen Service.

Von Nievenheim geht es (über die Knotenpunkte 45, 39 und 35) weiter nach Zons. Bei gutem Wetter ist das kleine Städtchen oft ziemlich überlaufen; aber ein Besuch lohnt sich. Wir haben Zons ausführlich hier im Blog beschrieben. Von Zons aus setzt man mit der Fähre nach Düsseldorf-Urdenbach über. Die Fähre kostet pro Person (inkl. Fahrrad) zwei Euro (einfache Fahrt). Auf der Düsseldorfer Seite folgt der Rest der Route wieder dem Erlebnisweg Rheinschiene.

Die kurze Strecke durch die Urdenbacher Kämpe ist landschaftlich besonders reizvoll. Die Auenlandschaft mit ihren von Misteln besetzten Weiden bietet auch jetzt im Winter einen schönen Anblick. An der Hauptstraße (zwischen Urdenbach und Monheim) angekommen, hält man sich links und biegt nach ca. 200 Metern erneut links ab und fährt auf dem Fahrradweg am Rhein entlang, vorbei am Schlosspark Benrath, bis man auf die Bonner Straße trifft. Man hält sich auch hier links und biegt erneut links in den Radweg ein, der zunächst weiter am Rhein entlang führt (den man allerdings durch die Bäume hindurch kaum mehr sieht). Nach einem kurzen, wenig attraktiven Stück durch das Industriegebiet des Reisholzer Hafens erreicht man die Ausläufer des Stadtteils Itter. Von hier aus kann man direkt zurück zum Ausgangspunkt nach Himmelgeist fahren, oder aber man erweitert die Runde (an der Kreuzung bei der Bushaltestelle „Am Farnacker“ in Richtung des Umspann- und Wasserwerks) um den Himmelgeister Rheinbogen.

Fazit

Die etwa 40 km lange Tour bietet abwechslungsreiche Landschaft: Waldgebiete, Bachläufe, Auenwiesen und Äcker. Dazwischen gibt es immer wieder kulturelle Highlights wie das Schloss Reuschenberg, St. Pankratius in Nievenheim und der mittelalterliche Ortskern von Zons. Die Tour verläuft durchgehend auf Radwegen, an manchen Stellen parallel zur Straße, aber in der Regel mit wenig störendem Autoverkehr. Die Fahrzeit beträgt etwa drei bis vier Stunden.

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