Eine Rundwanderung durch Weiden und Felder im Düsseldorfer Norden – Nicht immer schön, aber interessant

Zwischen Düsseldorf und Duisburg wird die Gegend ländlich, geprägt von Feldern und Pferden, dazwischen kleine Waldgebiete. Öfters schon habe ich mich gefragt, ob man hier wohl schön Spazieren gehen kann. Jetzt habe ich es auf einer 11-Kilometer-Runde rund um Schloss Heltorf ausprobiert.

Auf meinem Arbeitsweg pendele ich fast täglich mit dem Regionalexpress von Düsseldorf nach Duisburg. Nördlich des Flughafens wird die Gegend ländlich, geprägt von Feldern und Pferden, dazwischen kleine Waldgebiete. Öfters schon habe ich mich gefragt, ob man hier wohl schön Spazieren gehen kann. Jetzt habe ich es auf einer 11-Kilometer-Runde rund um Schloss Heltorf ausprobiert.

Ausgangspunkt der Runde ist die U-Bahn-Haltestelle Froschenteich (U 79). Wer mit dem Wagen anreist, muss diesen am Straßenrand parken; einen Wanderparkplatz o.ä. habe ich nicht gefunden. Der Rundweg beginnt am Kreisverkehr und führt über die (wenig befahrene) Straße „Am Brugacker“ ostwärts. Nach ca. einem Kilometer trifft man auf die Heltorfer Schlossallee, auf der man links folgend nach kurzer Zeit das Schloss erreicht. Schloss Heltorf ist eine durchaus beeindruckende Anlage. Die Vorburg aus Backstein stammt aus dem späten 17. Jahrhundert; das Herrenhaus wurde in den 1820er Jahren errichtet. Das Schloss gehört den Grafen von Spee und beherbergt heute die Gräflich von Spee’schen Forstbetriebe.

Vor dem Tor und dem Schlossgraben halten wir uns rechts und dann nach 200 Metern links. Der Weg (Hirsestraße) ist links und rechts von Bäumen gesäumt. Nach ca. 400 Metern, an der Kreuzung am Ende der Baumreihe biegt man links in einen eher unscheinbaren Feldweg ein. Der Weg ist mit einem Quadrat markiert. Er führt rund um den Schlosspark Heltorf herum und trifft nach ca. 1,5 Kilometern bis fast auf die Bundesstraße B 8n. Der Weg macht hier eine Linkskurve, der man bis zu einer Unterführung folgt. Man unterquert die Bundesstraße und erreicht rechts abbiegend (Verloher Kirchweg) das Gut Großwinkelhausen. Die Anlage aus dem 17. Jahrhundert wird heute als Reiterhof genutzt. Direkt gegenüber dem Torbogen liegt die schöne Hubertus-Kapelle. Auch sie stammt aus dem 17. Jahrhundert und war historisch stets Teil des Rittergutes Großwinkelhausen (erkennbar auch an dem Wappen der Herren von Winkelhausen, dem Teerfackeleisen über dem Portal; das gleiche Wappen begegnet auch oben im Torbau des Ritterguts). In der kleinen Kapelle traf sich früher vor dem Altarbild des Heiligen Hubertus, des Jagdheiligen, die Jagdgesellschaften zur Andacht vor der Treibjagd. Die Hubertuskapelle wurde 2016 auf Initiative eines Fördervereins aufwändig saniert und im Mai 2017 neu eingeweiht.

Der Wanderweg führt am Gut Großwinkelhausen vorbei. Nach ca. 250 Metern biegt links ein schmaler Feldweg (mit Sträuchern auf der linken Seite) ab. Leider ist die Abbiegung (auf dem ansonsten weiterhin mit dem Quadrat markierten Weg) nicht gut gekennzeichnet, so dass man sie leicht verfehlen kann. Der Weg quert die Schienen der U-Bahn (U 79). Rechts abzweigend erreicht man die Duisburger Landstraße, der man links für ein kurzes Stück folgt, bis man noch vor der Linkskurve rechts in ein kleines Waldgebiet (Hinweisschild zur Therapie-Farm/Die kleine Farm) einbiegt. Den Weg geht man für ein längeres Stück geradeaus, bis man die Hochspannungsleitung erreicht. Hier links abbiegen in den Holtumer Weg. Dann nach ca. 1,5 Kilometern links über die Straße „Wittgatt“ zurück zum Ausgangspunkt Froschenteich. Rechts und links des Weges liegen die ausgedehnten Weideflächen der Reiterhöfe.

Mit Schloss Heltorf, dem Gut Großwinkelhausen und der Hubertuskapelle befinden sich drei sehenswerte Baudenkmäler auf diesem Rundweg. Die Landschaft ist wenig beeindruckend, aber immerhin wird man als Spaziergänger nicht (oder nur kaum) von Autos gestört. Getrübt wird die beruhigende Wirkung der (etwas eintönigen) Natur durch die breite Bundesstraße B8n und die unschöne Kulisse der Hüttenwerke Krupp Mannesmann in Hüttenheim. Man kann die Industrie übrigens nicht nur sehen, sondern teilweise auch riechen. So bleibt der großstädtische Ballungsraum in dieser ländlichen Umgebung stets präsent.

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