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Berglandschaft mit See ganz in der Nähe – ein Rundweg an der Großen Dhünntalsperre

Frühlingshafter Alpenurlaub im Umkreis von 45 Autominuten von Düsseldorf: Die Dhünntalsperre bei Altenberg bietet hügelige Landschaften und einen malerischen See.

Der Corona-Einschränkung gehen jetzt in den dritten Monat. Viele Wege in der Umgebung sind bereits gewandert, das Anspruchsniveau steigt. Ausflüge müssen den ausgefallenen Urlaub kompensieren und Hoffnung auf reizvolle Naherholung verbreiten für den Fall, dass auch der Sommerurlaub in Gefahr gerät. Die Familie wünschte sich diesmal frühlingshaften Alpenurlaub im Umkreis von 45 Autominuten von Düsseldorf. Die Landschaft sollte hügelig sein und idealerweise mit einem malerischen See aufwarten. Mein Vorschlag: die Dhünntalsperre bei Altenberg.

Da wir diesmal keine ganz so große Wanderung unternehmen wollten, haben wir uns für den 5- Kilometer-Rundweg „um den Bömberg“ (Markierung D8) entschieden, den wir um eine kleine Schleife (von ca. 2 km) erweitert haben. Der Weg startet am (ausreichend großen) Wanderparkplatz Eichholz in Neschen. Von hier aus geht es zunächst über eine kleine Straße in Richtung Talsperre. Nach ca. 500 Metern biegt der Weg links in den Wald ab. Nun verläuft der Weg eine ganze Zeit lang oberhalb des Seeufers, bis man nach ca. 1 km an eine Gabelung gelangt. Hier fehlt die Markierung. Der eigentliche Rundweg D8 geht links weiter. Für die ergänzende Schleife hält man sich rechts und gelangt auf den Staudamm mit schöner Aussicht über die Talsperre.

Die Große Dhünntalsperre
Die Große Dhünntalsperre wurde 1988 fertig gestellt. Sie versorgt große Teile des Bergischen Landes mit Trinkwasser. Mit 81 Kubikmetern Stauinhalt zählt die Dhünntalsperre zu den größten oberirdischen Trinkwasserspeichern in Deutschland. Für den Fall, dass das Uferfiltrat des Rheins einmal nicht ausreicht, kann die Dhünntalsperre auch die Stadt Düsseldorf mit Trinkwasser versorgen.

Hinter der Talsperre biegt man links am Informationszentrum ab. Der Weg geht nun bergauf und trifft nach ca. 500 Metern auf eine kleine Straße, an der man sich links hält. Nach weiteren 500 Metern gelangt man zu einer kleinen psychosomatischen Klinik. Von hier wählt man den Weg, der links talwärts führt und dann in einen Fuß- und Radweg übergeht. Nach kurzer Zeit gelangt man an den Knotenpunkt 44, wo man die Dhünn überquert und sich auf der anderen Bachseite links hält, um zum Staudamm zurückzukehren. Tische und Bänke bieten die Möglichkeit für eine kurze Pause.

Vom Staudamm gelangt man wieder auf den Rundweg D8. Man folgt dem Weg für einen guten Kilometer. An der großen Wegkreuzung hält man sich am Bömericher Bach links. Der Weg verläuft auf der linken Seite des Bachs, den man allerdings nach kurzer Strecke über ein paar Trittsteine überqueren muss. Nun geht es zur Bömericher Mühle, einem Fachwerkhaus in idyllischer Lage. Nach ca. 500 Metern trifft man auf die Hauptstraße. Der Wanderweg verläuft hier (in linker Richtung) zum Glück als separater Fuß- und Radweg neben der Straße und führt nach kurzer Strecke zum Ausgangspunkt nach Neschen zurück.

Der Rundweg „um den Bömberg“ bietet eine große landschaftliche Vielfalt. Waldpassagen wechseln sich mit Strecken durch Wiesen und Felder ab. Besonders reizvoll ist der Weg entlang des Bömericher Bachs mit dem Aufstieg zur Mühle, darüber hinaus der Weg über den Staudamm und die schönen Perspektiven von den oberhalb des Stausees gelegenen Hügeln. Die Wegführung ist nicht an allen Stellen markiert; mit Hilfe der Karte aus dem Internet lässt sich der Rundweg aber gut nachvollziehen. Am Ausgangspunkt und am Informationszentrum „Große Dhünntalsperre“ findet man zudem Tafeln mit sehr guten Karten, die man ggf. auch abfotografieren kann.

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