Duisburg Stahlwerke
Umgebung

Stahlwerke in Duisburg

Auch wenn im weltweiten Vergleich die Bedeutung europäischen Stahls rückläufig ist, so ist die Präsenz der Schwerindustrie in Duisburg noch immer an vielen Stellen der Stadt sichtbar.

Duisburg ist noch immer der größte Stahlstandort Europas. Die wichtigsten Firmen (thyssenkrupp Steel Europe, HKM, ArcelorMittal) haben 2016 zusammen 14,8 Mio t Rohstahl in der Stadt produziert, mehr als 9 % der gesamten europäischen Rohstahlerzeugung (163 Mio t). Auch wenn im weltweiten Vergleich die Bedeutung europäischen Stahls rückläufig ist – aktuell stammen nur noch 10 % der weltweiten Stahlproduktion aus Europa, etwa 50 % hingegen aus China – ist die Präsenz der Schwerindustrie in Duisburg noch immer an vielen Stellen der Stadt sichtbar.

Tiger&TurtleTiger & Turtle – Magic Mountain

Am vergangenen Wochenende haben wir bei schönem Wintersonnenwetter aktuelle und historische Orte der Stahlproduktion in Duisburg aufgesucht. Zunächst sind wir zu Tiger & Turtle – Magic Mountain im Duisburger Süden gefahren (Parkplätze am Rand der Ehinger Straße; ÖPNV mit Straßenbahnlinie 903 bis Haltestelle „Berzelius“). Die begehbare Achterbahn-Skulptur von Ulrich Genth und Heike Mutter auf einer ehemaligen Halde in Angerhausen (errichtet 2011) eröffnet beeindruckende Ausblicke auf das 1909 gegründete Hüttenwerk (und das 1975 errichtete Gaskraftwerk) von HKM in Huckingen. Das Industriegelände erstreckt sich auf einer Fläche von 2,4 km2. (Bis 1993 befand sich am gegenüberliegenden Rheinufer auf etwa der gleichen Fläche noch das Krupp Hüttenwerk Rheinhausen, von dem heute nur noch das Eingangstor 1 erhalten ist).

Landschaftspark DuisburgLandschaftspark

Über die A 59 geht es weiter in den Norden der Stadt, zum Landschaftspark, der zweiten Station unserer Tour. Der Landschaftspark gehört heute zu den beliebtesten Ausflugszielen in Duisburg. Das 1902 von August Thyssen gegründete Hüttenwerk produzierte bis 1985, danach wurde es 1991 im Rahmen der „Internationalen Bauausstellung Emscher Park“ umgestaltet zu einem Industriedenkmal. Heute liegt es eingebettet in eine weitläufige, künstlich angelegte, aber sich wild entfaltende Grünanlage. Einen der drei noch erhaltenen (von ehemals fünf) Hochöfen kann man begehen. Dabei erhält man anhand von Info-Tafeln (die leider durch Vandalismus stark in Mitleidenschaft gezogen wurden) einen guten Einblick in die Roheisenerzeugung und vor allem die Gelegenheit für beeindruckende Aussichten von der Plattform in etwa 70 Meter Höhe.

Von der Aussichtsplattform des Hochofens aus erkennt man in der Ferne die August-Thyssen-Hütte in Bruckhausen (gegründet 1891, Stammwerk der thyssenkrupp Steel Europe AG). Zur Vervollständigung der Rundtour sollte man hierher einen Abstecher noch machen. An der Kaiser-Wilhelm-Straße (Ecke Franz-Lenze-Straße) kann man gleichzeitig das alte Thyssen-Verwaltungsgebäude (1903/4), das neue Verwaltungsgebäude (1963) und das Oxygen-Stahlwerk von Fritz Schupp – ein Spätwerk des Zollverein-Architekten Fritz Schupp – sehen. Den besten Überblick über die Gesamtanlage hat man vom Alsumer Berg (Zufahrt über Alsumer Steig, dort auch ein kleiner Parkplatz).

thyssenkrupp Duisburg Bruckhausen
thyssenkrupp steel Europe in Duisburg-Bruckhausen

Die großen Stahlstandorte in Duisburg sind lohnende Ausflugsziele, an denen man viel über die Geschichte der Stadt und des Ruhrgebiets erfährt. Durch die Landmarken „Alsumer Berg“ und „Tiger & Turtle“ sind die noch produktiven Stahlstandorte attraktiv zugänglich gemacht; der Landschaftspark ermöglicht im aufgegebenen Hüttenwerk interessante Ein- und attraktive Ausblicke.

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